Sonntag, 9. Oktober 2016

Der Dritte Weltkrieg ... 2. Kanal

Nach den Anfangserfolgen bei Königslutter stießen die Hauptkräfte des Warschauer Paktes schnell bis nach Braunschweig vor. Die Stadt wurde allerdings nicht direkt angegriffen, sondern vielmehr von den vordersten Kräften umgangen und für die folgenden Truppen zurückgelassen. Auf ihrem Weg nach Hildesheim die B1 entlang lag nun ein natürliches Hindernis, der Stichkanal Salzgitter. Aufgrund der überwiegend steilen Uferdes Kanals in diesem Gefechtsraum konnte er nur durch Infanterie mit Booten oder mittels Pionierbrücken überwunden werden. Der Auftrag war somit klar: Es mussten möglichst viele Brücken und Übergänge über den Kanal genommen werden, bevor sie von den verteidigenden Bundeswehreinheiten gesprengt werden würden...

 Blick ins Gelände: Verlauf des Stichkanals nach Norden, im Vordergrund die A39.

Blick ins Gelände: Fußgängerbrücke bei Beddingen, im Hintergrund ist die Autobahnbrücke zu erkennen.

 Keine leichte Aufgabe für beide Seiten. Die Bundeswehrkommandeure planen ihre Strategie ...

 während auf sowjetischer Seite sorgfältig die Truppen ausgewählt werden.

Dann ist es soweit, der Angriff beginnt. 


Erste russische Panzer werden auf Höhe Rünningen gesichtet.

 
Vorsichtig nähern sich die Einheiten dem Kanal, nicht noch einmal wollen sie in die Minensperren wie bei Königslutter laufen. 

 Im Nordabschnitt bei Wedlenstedt sind die NVA-Truppen schneller und greifen ohne zu zögern an. Trotz teils heftigem Artillerieabwehrfeuer fällt ihnen die Ortschaft schnell in die Hände.

Trotz sowjetischer Luftüberlegenheit in diesem Stadium der Schlacht gelingt es ihnen nicht die deutsche Flugabwehr zu durchbrechen. Gepardpanzer halten den Luftraum über den Bundeswehrstellungen frei.

Russische Einheiten stehen in Sichtweite der Brücke bei Üfingen, als sie von den Verteidigern in die Luft gejagt wird.

 Leopardpanzer überwachen das Kanalufer und nehmen die Angreifer unter Feuer. Allerdings sind sie zu weit entfernt vom Ufer in Stellungen gegangen und können ihre Feuerkraft nur eingeschränkt zu Wirkung bringen.

 So wird schnell der russchische Schwerpunkt nach Süden verlagert, Ziel ist nun die Autobahnbrücke der A39.

 Bei Wedtlenstedt ist die Masse der NVA-Einheiten bis an das Kanalufer gekommen. Nach teils starken Verlusten nebeln sie sich ein.

Doch auch die Verteidiger geraten zunehmend unter Druck. Auch hier stehen die "Leos" zu weit hinten, so werden die Schützenpanzer Marder leichte Beute. 

 Derweil erreichen russische Aufklärer die Brücke bei Denstorf, auch hier nur kurz vor der Sprengung.

Auch die Brücke der A39 fliegt in die Luft. Die sowjetische Infanterie verliert keine Zeit und setzt sofort über den Kanal und räumt das gegenüberliegende Ufer frei.


 Die NVA-Pioniere legen nach dem Verlust ihres Brückenpanzers selbst Hand an und schlagen eine Schnellbrücke über den Kanal.


Trotz der Sprengungen vieler Brücken schaffen es die Angreifer insgesamt drei Übergänge zu nehmen und dabei sogar der Bundeswehr massive Verluste zuzufügen. Die deutschen Verteidiger können in dieser Situation nichts anderes tun als sich abzusetzen, an eine ernsthafte Verteidigung ist hier nicht mehr zu denken. Vor den Angreifern liegt nun die offene Ebene vor Hildesheim ....