Donnerstag, 11. Juni 2015

P-47 Thunderbolt (15mm Flames of War)

Heute habe ich mal etwas besonderes für Euch:
Einen Schritt für Schritt - Baubericht einer P-47, die ich im Kundenauftrag bemalt habe. Der Kunde wollte gern ein Flugzeug haben, dass vom Kampf gezeichnet ist, also nicht Fabrikneu aussieht. Da ich nicht so weit gehen wollte, Einschusslöcher in das Resin zu bohren, die meiner Meinung nach auch ein klein wenig ZU viel wären, entschied ich mich dazu, das Flugzeug so zu gestalten, als wäre es täglich im Einsatz, also ordentlich verdreckt von Auspuff / Turbolader / Waffen und einige der Aluminiumplatten farblich abzugrenzen, was man bei "echten" Flugzeugen auch oft sieht, wenn hier und da mal eine Platte ausgetauscht wurde.


Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!


 Also, fangen wir an: Die Thunderbolt ist zusammengebaut und soweit entgratet, wie es das brüchige Resin (meiner Meinung nach das schlechteste Material, aus dem man ein Flugzeugmodell machen kann) eben zulässt.
 Das Flugzeug wurde grau grundiert.
 Um ein wenig Farbmodulation rein zu bringen und den "Abnutzungseffekt" zu verstärken, wurden sämtliche Linien dunkel nachgezogen.
 Jetzt kommt Farbe ins Spiel: Das Flugzeug wurde komplett in Silber angesprüht. Auf der Oberseite ist das sog. Pre-Shading fast komplett verschwunden, da ich hier mehr Farbe aufgetragen habe. Dies ist aber beabsichtig, da ich ja noch die eine oder andere Aluminiumplatte "austauschen" werde.
 Hier erklärt es sich dann: die eine oder andere Platte wurde farblich abgegrenzt, um ein wenig Abwechslung zu schaffen.
 Das Silber ist fertig, kümmern wir uns nun um das Rot. Der Kunde wollte die Bemalung des Fliegers gern so haben, wie auf der Verpackung, also wurde die Nase in Rot getaucht.
 Bomben und Motor wurden mit einer dunkleren Farbe bemalt.
 Der Blendstreifen wurde bemalt. Wenn das Ergebnis nicht 100%ig gerade ist, ist das gar nicht weiter schlimm, das Flugzeug soll eh abgenutzt aussehen und das unterstützt nachher den Look.
 Grundfarbe für die Cockpithaube.
 Nachdem die Farben nun soweit waren, bekommt das Modell eine Versiegelung mit Klarlack, was auch die Fließeigenschaften des anschließenden schwarzen Washes deutlich verbessert. Beim Wash ist drauf zu achten, dass man immer (!!) mit dem Wind streicht, also von Vorne nach Hinten.
 Wir nähern uns dem Ende: die Decals wurden aufgetragen. 

Hier mal ein Wort der Warnung: Ich arbeite recht viel mit Decals, aber was der Hersteller hier an Qualität abliefert ist unter aller Kanone. Die Schriftzüge zerteilen sich beim Ablösen von der Trägerfolie von selbst, zudem passen die Decals nicht so auf das Modell, wie es auf der Verpackung angegeben ist. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich andere Decals genommen.
Nachdem die Decals trocken waren, jetzt der wichtigste Schritt: Das Flugzeug wurde mit reichlich Gebrauchsspuren versehen. 

Und schon sind wir fertig, ich hoffe Ihr hattet genau so viel Spaß beim Lesen wie ich beim Malen. :-)

Bis zum nächsten mal!

Thomas