Donnerstag, 18. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014 (Teil 1 von 3)

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und so ist es langsam an der Zeit, zurück zu schauen auf das, was uns 2014 gebracht hat.

Es freut mich ganz besonders, dass in diesem Jahr vor allem eine Sache deutlich zugenommen hat: ich habe wieder mehr gespielt!

In den letzten Jahren habe ich es irgendwie nie geschafft, wirklich viel zu spielen, teilweise war ich froh, wenn es ein mal im Monat, wenn überhaupt, geklappt hat.
2014 sollte es aber anders kommen, neben ein paar schönen Runden mit Nicky, dem einen oder anderen Ausflug zu den Jungs nach Hannover (okay, das waren definitiv noch zu wenige!) und ein paar wirklich schönen Spiele-Wochenenden hab ich vor allem mit Christian viel mehr gespielt als in der Vergangenheit.

Ein ganz normales Dystopian-Wars spiel mit Christian


Aber beginnen wir doch am Anfang ...

Wie in jedem Jahr üblich, bringt der Januar vor allem eines: die Vorbereitungen auf die Tactica!
Unserem Grundsatz entsprechend haben wir wieder den Maßstab, die Epoche UND die Regeln gewechselt, nach dem Ausflug ins Kriegszerstörte Berlin in 2013 stand nun wieder ein deutlich früheres Kapitel auf dem Programm: Die Schlacht von Marathon.

Zwei Schlachtreihen prallen aufeinander - Zeit, die Würfel sprechen zu lassen!

Schon lange reizte es uns, etwas mit den FoG-Regeln zu machen, also war dies eine gute Möglichkeit. Dabei wollten wir ganz bewusst den Fokus auf eine gute Erlernbarkeit des Systems legen, welches ja bekanntlich dank seines unglaublich miesen Regelbuchs eine extrem hohe Einstiegshürde hat, obwohl es im Grunde recht simpel (und dennoch komplex) ist.

Die Schlacht von Marathon - hier abgebildete mit zwei wirklich mies geschriebenen Büchern
Es wurde also hin und her probiert, letztlich haben wir das mit farblich markierten Bases und entsprechenden Würfeln sowie vor allem mit ganz detaillierten Einheitenkarten, auf denen sämtliche möglichen Würfe schon ausgerechnet waren, ganz gut hinbekommen, denke ich.

Im Februar sollte sich zeigen, ob unser Plan aufging, die Tactica - das norddeutsche Mekka eines jeden Tabletop-Spielers - stand an.

Würfel - ohne Überblick ist man bei FoG verloren!
Wir hatten jede Menge Spiele, deutlich mehr als wir gedacht hätten und unser Konzept ging voll auf. Nach wenigen Runden spielten die Spieler praktisch von alleine, dank der vorher berechneten Würfelwürfe konnten sich die Besucher aufs Spielen konzentrieren und mussten uns nicht dabei zuhören, wie wir irgendwelche POAs gegeneinander aufzählen.

Ein tolles 6-Spieler-Spiel. Mann habe ich mir den Mund fusselig geredet!  :-)
An dieser Stelle nochmal ein ganz persönliches Dankeschön an alle Spieler, ich freue mich schon sehr auf das nächste Jahr!

Der März sollte viel neues mit sich bringen. Erfahrungsgemäß ist bei mir nach der Tactica das Bedürfnis nach Neuem sehr stark.

Durch die intensive Vorbereitung habe ich mich ein knappes Vierteljahr mit nichts anderem als der Präsentation beschäftigt, daher ist ein Maßstabs- und Epochenwechsel dringend notwendig.
Da kam das Regelwerk "Altar of Freedom" wie gerufen! Wir haben Ende 2013 begonnen, gaaanz vorsichtig in die große weite Welt des 6mm - Maßstabs reinzuschnuppern, doch hatten ein kleines Problem, in die Polemos-Regeln rein zu kommen. Die "AoF" - Regeln zündeten die Lunte an einem wahren Pulverfass - bis heute liegen hunderte, nein tausende 6mm Figuren bei mir rum, immer mehr Epochen lassen sich mit diesem günstigen Maßstab erschließen, immer mehr Regelwerke taten sich auf.
1st Mannasses - hätten Sie's erkannt?

...doch ich schweife ab. Altar of Freedom ist ein grandioses Regelwerk, dass es erlaubt, ganze Schlachten an einem Nachmittag/Abend zu spielen und sich nicht in Kleinigkeiten verzetteln zu müssen. Machen wir es kurz: Ich liebe diese Regeln!

Doch nicht nur auf dem blutdurchtränkten Feldern der Geschichte, auch in der fernen Zukunft warten Schlachten darauf, geschlagen zu werden:

In der finsteren Zukunft gibt es keinen Frieden ... ach nee, das war was anderes

Im April hatte ich endlich mal die Muße, mich einem kleinen Spieltisch für Firestorm Armada zu widmen. Im Dezember 2013 hatte ich ja das neue Starterset erhalten, bisher aber noch keinen Passenden Untergrund gehabt, auf dem man das spielen hätte können. Die Überlegung, zunächst eine "Spielmatte" zu verwenden, hatte ich verworfen, vielmehr wollte ich eine Platte bauen, die zeitgleich als Tisch dienen sollte.

Noch ein bisschen nass, aber sonst fertig - mein Weltraumspieltisch! 
Dies war mein erstes Geländebauprojekt, bei dem mein Airbrush im großen Maße genutzt werden sollte und was soll ich sagen? Ich bin zufrieden. :-)



So, das waren die ersten vier Monate, weiter geht's dann in Teil 2 ...