Mittwoch, 27. Februar 2013

Napoleon at War

Nach der Tactica ist endlich mal wieder Zeit, sich um ein neues Projekt zu kümmern und da wir schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken spielen, in die Napoleonische Epoche zu starten, ist dies nun der perfekte Zeitpunkt für den Start in diese spannende Zeit.

Am Anfang steht natürlich die Suche nach einem Regelwerk.Es gibt wahrlich viele Regeln für diese Epoche, da fällt es wirklich nicht leicht, sich zu entscheiden, daher muss man zunächst mal die Anforderungen überprüfen, die man an ein Regelwerk stellt. Wir suchten also ein Regelsystem, dass ...
  • schnelle und entspannte Gefechte, aber auch Große Schlachten ermöglicht
  • relativ einfach zu erlernen ist 
  • die Epoche der 100 Tage-Herrschaft Napoleons abdeckt
  • für den den Maßstab 15mm (bzw. in diesem Fall 18mm) geeignet ist

In die engere Auswahl kamen nun also Field of Glory Napoleonic, Black Powder und eben Napoleon at War.

Field of Glory Napoleonic ist das neueste Regelwerk aus der Field of Glory-Reihe und sicherlich das detaillierteste von den drei zur Verfügung stehenden Büchern. Beim Spieltesten sind uns ein paar Sachen aufgefallen, die uns nicht so gut gefallen haben, neben der Tabellenwälzerei, die zumindest am Anfang den Spielfluss zum erliegen bringen lässt, sind viele Regeln unverständlich geschrieben - der lächerlich Lückenhafte Index hinten im Buch ist leider auch nicht wirklich eine Hilfe. Das System selbst ist gut, soweit man das nach ein paar Testspielen beurteilen kann, jedoch sprang der Funke nicht zuletzt wegen des unzugänglichen Regelwerks nicht so richtig über.



Black Powder - der Freigeist unter den drei zur Verfügung stehenden Regelwerken. Durch unsere Präsentation auf der Tactica 2012 haben wir mit diesem Regelwerk schon gute Erfahrungen gemacht, weswegen die Einarbeitung hier weg fiel. Black Powder macht manches anders, als Field of Glory, mit der selben Schlachtaufstellung spielen sich die Kämpfe wirklich unterschiedlich, was vor allem an der Bewegung liegt. Zum einen ist es toll, sich mehr oder weniger frei bewegen zu können, aber es passiert einfach zu häufig, dass eine komplette Flanke einfach regungslos stehen bleibt, weil der Befehlswurf daneben ging. Das stört den ansonsten tollen Spielverlauf doch schon sehr und war letzten Endes auch der Grund, weswegen wir uns für diese Epoche auch gegen Black Powder entschieden haben.



Napoleon at War, ein Regelwerk, dass mir hier noch nicht allzu oft untergekommen ist, aber wir geben dem ganzen eine Chance. Was schon beim ersten Lesen des Regelwerks auffällt ist die klare und übersichtliche Darstellung und Aufmachung. Jede Regel wird mit mindestens einem, meist mehreren Beispielen klar erläutert, ein Blick auf den Referenzbogen reicht in der Regel, damit jemand der schon einmal ein Tabletop-Spiel gespielt hat, versteht, wie im groben eine Runde abläuft. Die Bewegung, die bei Black Powder ja zum Ausschlusskriterium wurde, ist auch hier klar geregelt: Solange die Einheiten sich hinter der eigentlichen Frontlinie befinden (also in einem bestimmten Abstand zum Gegner), können sie sich recht frei bewegen, werden weniger durch Hindernisse, wie Brücken, aufgehalten und kommen an sich schnell voran. Ist die Einheit aber erstmal in der Nähe von Feinden angekommen, gibt es mehr Einschränkungen bei der Bewegung. Das ist ein relativ einfaches System und fühlt sich für mich "richtig" an. Beim Beschuss gibt es keine großen Überraschungen, eben sowenig beim Nahkampf. Was noch positiv auffällt ist, dass Einheiten, die bereits Schaden genommen haben, sich hinter der Front (also wenn sie wieder in einer gewissen Entfernung zum Gegner sind) sich wieder Sammeln können und so auch verlorene Bases wieder "regenerieren" können. Das Ist eine schicke Idee, die das Haushalten mit der "Abnutzung" der Einheiten zu einem ganz besonderen Bestandteil macht. 

Wir werden also mit dem Regelwerk "Napoleon at War" in die Epoche starten, die ersten Truppen sind schon bemalt und in kürze wird es hier auch eine Review des Regelbuchs und der herstellereigenen Fugurenreihe geben. 

Schönen Gruß,
Thomas