Montag, 11. März 2013

Review: Napoleon at War - das Regelbuch

Am vergangenen Wochenende haben Matze und ich die Napoleon at War - Regeln getestet. Es ist also an der Zeit, sich die Sachen einmal genauer anzusehen! In den nächsten Tagen werde ich hier eine Reihe von Reviews veröffentlichen, beginnen wir mit dem ersten, was man von einem neuen Spiel in den Händen hält: den Regeln.


Zunächst einmal widmen wir uns dem Regelbuch an sich. Es ist ein Hardcover-Regelbuch im gewohnten A4-Format und was gleich auffällt: es ist nicht gerade ein dicker Wälzer, aber auch kein dünnes Heftchen. Beim Aufschlagen des Buches wird man von einer stimmungsvollen Karte Europas im 19. Jahrhundert empfangen die, wie das komplette Buch, vollfarbig illustriert ist. Die Aufmachung des Buches ist gelungen, überall befinden sich stimmungsvolle und passende Bilder die, wie es scheint, von Reenactment-Veranstaltungen stammen und dem ganzen Buch eine tolle Atmosphäre geben.


Das Buch teilt sich in verschiedene Teile, den Beginn macht einer kurze geschichtliche Einordnung, die zwar dem Napoleon-Profi keine erhellenden Momente bescheren wird, aber für all diejenigen, die sich mit dem Thema vorher noch nicht beschäftigt haben, eine gute Ausgangsbasis bildet. Nachdem man nun weiß, wo (und wann) man sich befindet, werden erst einmal losgelöst von den eigentlichen Regeln die Grundprinzipien des Regelwerks erklärt. Mit vielen Diagrammen und einigen wenigen Tabellen bekommt man also schon einmal Einsicht in die grundlegenden Regelmechaniken. Ab dem zweiten drittel des Buches beginnt dann der eigentliche Regelteil. Hier gibt es natürlich wenig neues zu berichten, das Buch ist hier so aufgebaut, wie wir es von einem Regelwerk erwarten: zunächst wird ein Zug beschrieben und dann die einzelnen Phasen Schritt für Schritt erklärt. Was mir an dieser Stelle besonders positiv aufgefallen ist: Praktisch jede Regel wird mit bebilderten Beispielen erklärt, meistens auch in mehr als nur einem Beispiel. (meist wird ein mal erklärt was passiert, wenn die Einheit das Vorhaben erfolgreich durchführt und ein mal, wenn es das nicht schaft, weil z.B. ein Test nicht bestanden wurde.) Das ist, gerade für Tabletop-Einsteiger sehr hilfreich und auch "alte Hasen" werden das eine oder andere Beispiel als sehr nützlich empfinden. Neben den ausführlichen Regelerklärungen gibt es für jede Phase eine Einleitung in der die Reihenfolge der Abläufe noch einmal genau beschrieben wird. Gerade bei den ersten Testspielen ist es praktisch, auf einen Blick erkennen zu können, wann genau ein Test fällig wird oder wann genau eine Angriffsreaktion fällig ist. Nach dem Regelteil kommt noch der obligatorische Hobbyteil, der aber wirklich nur rudimentär vorhanden ist. Grundlegende Informationen zum Bemalen der einzelnen Truppentypen und deren Uniformen gibt es nicht, diese sind zwar auf den Packungen der Figuren enthalten, was für Einsteiger als gerade mal so eben ausreichend bewertet werden kann. (...dazu später mehr in der Figuren-Review) Alle anderen werden sich wahrscheinlich eh eher auf dieser Seite informieren. Den Abschluss bilden eine Hand voll Szenarien, die eine nette Abwechslung zur offenen Feldschlacht bieten, sowie eine kurze Regelzusammenfassung und (sehr gut) ein ordentliches Stichwortverzeichnis.



Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass wir hier ein schönes Regelbuch in der Hand haben. Die Aufmachung kann mit anderen bekannten Regelwerken durchaus mithalten, zwar haben wir keine Figurenschau, wie wir sie von den Warlord-Regelwerken kennen, andererseits quält uns das Regelwerk aber auch nicht mit ewigem hin- und herblättern oder seitenlangen Tabellen. Die vielen Farbfotos von Reenactmentgruppen haben einen ganz eigenen Charme und fügen sich toll in das Buch ein. Die Regeln werden klar beschrieben und an allen wichtigen Stellen gibt es Diagramme, die alles wichtige zusammen fassen. Auch beim Nachschlagen während der Spiele hatten wir keine großen Probleme, das Stichwortverzeichnis ist nicht übermäßig groß, aber man findet alles ohne große Mühe wieder, was natürlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass das Regelwerk natürlich nicht so Umfangreich ist, wie man das z.B. von Field of Glory kennt.


So, das Regelwerk ist durchgelesen, jetzt geht es ans Eingemachte: die Regeln selbst! In der nächsten Review werde ich einen ausführlichen Blick auf die Regeln werfen, also bis dann!

Gruß,
Thomas